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Gründergeist ist ungebrochen


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Neugründungen

Trotz unsicherer Rahmenbedingungen haben im ersten Halbjahr 2022 im Süden Österreichs wieder viele Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Von Ursula Rischanek

 Rekordinflation, Ukraine-Krieg und Energiekrise – die Rahmenbedingungen, ein Unternehmen zu gründen, sind nicht unbedingt einladend. Dennoch haben im Süden Österreichs im ersten Halbjahr wieder zahlreiche Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt: In Kärnten etwa wurden von Jänner bis Ende Juni 1.160 Unternehmen (ohne Personenbetreuer) gegründet. „Die Zahl ist zwar im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 leicht gesunken, aber liegt dennoch deutlich höher als noch in der Vorpandemiezeit“, freut sich Lucija Wakounig, Leiterin des Gründerservice in der Wirtschaftskammer Kärnten. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 gab es 1076. Gründungen, im Vergleichszeitraum 2020 waren es 935. Rund 76 Prozent der Gründer starten als Einzelunternehmer. Die beliebtesten Sparten für Unternehmensgründungen in Kärnten waren den Angaben zufolge Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Information und Consulting.

Steiermark: 2.400 neue Unternehmen

Auch in der Steiermark ist der Gründergeist ungebrochen: Mit 2.440 neuen Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 wurde sogar der zweithöchste Wert gezählt. Werden auch die selbstständigen Personenbetreuerinnen dazu gezählt, steigt die Zahl der Neugründungen auf 3.000. „Trotz erschwerter Planbarkeit haben die Gründer Eigenverantwortung und Eigeninitiative bewiesen – genau jene Eigenschaften, die gefordert sind, um wirtschaftlich durchzustarten“, so der steirische Wirtschaftskammer- Präsident Josef Herk. Viele hätten die Herausforderungen der Coronazeit als Chance genützt, um lang gehegte Ideen in die Tat umzusetzen, ergänzt Leopold Strobl, Koordinator des Gründer- und Wirtschaftsservice in der WK Steiermark. Darüber hinaus sei nach wie vor ein Trend zur nebenberuflichen Tätigkeit festzustellen, aus dem Hobby werde ein Business gemacht, so Strobl weiter.
Auch im Burgenland ist die Zahl der Neugründungen auf anhaltend hohem Niveau. Insgesamt 638 neue Unternehmen wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im kleinsten Bundesland Österreichs gegründet. Zum Vergleichszeitraum 2021 stellt dies zwar einen Rückgang um acht Prozent dar, der Wert aus der ersten Jahreshälfte 2019 wurde allerdings klar übertroffen. Damals gab es 568 neue Betriebe.

Österreichweite Entwicklung

Damit folgt der Süden dem gesamtösterreichischen Trend: Zwar hat es österreichweit im ersten Halbjahr 2022 mit 18.126 um 7,7 Prozent beziehungsweise um rund 1.500 weniger Neugründungen als im Vorjahreszeitraum gegeben. Der Wert von vor der Pandemie wurde damit aber einmal mehr deutlich übertroffen. Der größte Sparten-Anteil bei den Neugründungen entfiel dabei mit 40,2 Prozent weiter auf Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel mit 25,7 Prozent und dem Bereich Information und Consulting mit gut 20 Prozent.

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Foto: iStock.com/Geber86

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