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Strategie für Tiroler Arbeitsmarkt steht


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Arbeitsmarkt Tirol 2030

Drei Strategiefelder, neun Ziele und 21 Maßnahmenfelder: Das ist die Strategie „Arbeitsmarkt Tirol 2030“, die gemeinsam mit Sozialpartnern und Interessenvertretungen erarbeitet wurde.

Von Florian Eckel

Das Ziel ist, auch im Jahr 2030 einen starken und zukunftsfähigen Tiroler Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Konkret soll die Erwerbsbeteiligung der in Tirol lebenden Menschen gefördert werden, indem die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf verbessert und die Menschen beim Einstieg in den und beim Verbleib im Arbeitsmarkt unterstützt werden. Ebenso sollen Aus- und Weiterbildungstendenzen noch stärker unterstützt und die Teilhabechancen am Arbeitsmarkt für Personen verbessert werden, die besonders gefährdet sind, arbeitslos zu werden.

Arbeit als Teilhaberecht

„Ganz im Sinne einer kooperativen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit wurde die Strategie ‚Arbeitsmarkt Tirol 2030‘ mit den Sozial- und Interessenpartnern gemeinsam ausgearbeitet. Das Ergebnis zeigt einen klaren Weg für Tirol: Der Anteil von Personen im erwerbsfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung wird sinken – das heißt, wir müssen die Erwerbsbeteiligung fördern. Strukturelle Veränderungen wie die Digitalisierung oder die ökologische Transformation der Wirtschaft werden Art und Weise der Arbeitstätigkeiten verändern – das heißt, wir müssen die Aus- und Weiterbildung unterstützen. Zudem strukturiert Arbeit den Alltag der Menschen und schafft Bildungs- und Lernerfahrungen sowie soziale Identität – das heißt, wir müssen die Teilhabechancen am Arbeitsmarkt verbessern“, verweist Landesrätin Beate Palfrader, auf deren Initiative die Strategie für den Arbeitsmarkt entwickelt wurde, auf die drei Strategiefelder. „Mit der Strategie für den Arbeitsmarkt Tirol 2030 ist ein Fahrplan auf Schiene, mit dem sowohl die Politik als auch die Sozial- und Interessenvertretungen unter dem Motto ‚Arbeit ist ein Teilhaberecht‘ einen ganzheitlichen Entwicklungsplan in Händen halten, der nun laufend umgesetzt wird – auch mit Fokus auf zu ändernde Rollen- und Integrationsbilder am Arbeitsmarkt“, sind LRin. Palfrader und Wirtschaftslandesrat Anton Mattle überzeugt.

Neue Beschäftigungsmodelle fördern

Im Rahmen der Strategie für den Arbeitsmarkt Tirol gelte es – neben vielen anderen Zielen – Rollenbilder abzubauen und für gemeinschaftliche Betreuungsarbeit zu sensibilisieren. Dazu wolle man vonseiten des Landes in einem ersten Schritt verstärkt Jobund Topsharing (zwei oder mehr Mitarbeiter teilen sich eine Vollzeit- bzw. Führungsstelle) als Beschäftigungsmodelle prüfen, wodurch Frauen beispielsweise verstärkt in Führungspositionen gelangen können, was sich in der Folge positiv auf die Lohnschere auswirkt. Zudem sollen Förderungen erweitert werden: Neben der Verlängerung und Optimierung des Weiterbildungsbonus Tirol soll das Bildungsgeld update für Weiterbildungen mit einem hohen Online-Anteil geöffnet werden. Auch Lehrlinge profitieren von Arbeitsmarktmaßnahmen: Sie erhalten im Rahmen der Ausbildungsbeihilfe seit 1. September 2022 statt 100 nun 200 Euro monatlich während der gesamten Lehrzeit. „Über alles Bestehende hinaus sind diese Maßnahmen erste Schritte im Rahmen der Strategie. Der gesamte Umsetzungsprozess wird in den nächsten Jahren strukturiert und in enger Kooperation von Land und Sozialpartnern vonstattengehen“, fügt Beate Palfrader hinzu.

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Foto: Land Tirol/Die Fotografen

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