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Klimafitness wird zum bestimmenden Fuhrpark-Thema


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Fuhrpark

Die Betriebliche Mobilität rückt künftig verstärkt in den Fokus. Seit Oktober werden CO2-Emissionen in Österreich besteuert, zudem müssen Unternehmen aus EU-Mitgliedstaaten ab dem Geschäftsjahr 2023 ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen offenlegen und sind dabei auch zur Angabe der Schadstoff-Bilanz ihrer Fuhrparks verpflichtet.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Die firmeneigene Flotte verursacht nicht nur Mehrkosten, sondern kratzt mitunter auch am Renommee der Betriebe. Wie man seine Mitarbeiter gleichsam kosten- und klimaschonend mobil macht, erklärt Herbert Ottenschläger vom Mobilitätsdienstleister movelo, der sich seit 2017 mit der Thematik befasst. Allerdings funktionieren Lösungen wie diese nicht in allen Branchen, wie etwa das Entsorgungsunternehmen Brantner moniert. Ein universell einsetzbares Fahrzeug, das sich für jede Strecke eignet, gibt es nicht. Wer möglichst klimaschonend, kostengünstig und zeitsparend unterwegs sein möchte, muss vielmehr für jede individuelle Strecke das passende Fortbewegungsmittel wählen. Was in privaten Haushalten oft schon zur täglichen Praxis gehört – mit fliegenden Wechseln zwischen (E-)Auto, öffentlichem Nahverkehr, Rädern, Rollern etc. –, nimmt im Fuhrparkmanagement erst seit Kurzem Gestalt an. Erprobte Lösungen gibt es bereits, schließlich beschäftigen sich Experten wie auch Dienstleister aus dem Mobilitätsbereich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema. Als erster Anbieter in der DACHRegion vermietet movelo seit 2017 E-Bike-Flotten zur betrieblichen Nutzung unter dem Namen Corporate E-Bike Abo.
„Unsere Räder sind im städtischen Bereich auf bis zu fünf Kilometer die schnellsten Fortbewegungsmittel, sie verursachen keine Emissionen und sind daher auch von der CO2-Steuer befreit“, erklärt Herbert Ottenschläger, Head of Sales bei movelo. Er verweist darauf, dass Kurzstrecken mehr als ein Drittel aller Wege im urbanen Raum ausmachen. Sein Rundum-Paket konzipiert und umfasst Fullservice. „Wir bieten eine API-Schnittstelle an, um unsere Flottensoftware nahtlos in bereits bestehende Fuhrparkmanagement-Systeme zu integrieren. So lassen sich herkömmliche Pkw-Flotten mit E-Bikes ergänzen oder teilweise durch diese ersetzen“, so Ottenschläger.

Neue Richtlinie der EU bringt Bewegung in die betriebliche Mobilität

Rückenwind für die betrieblich genutzten Elektrofahrräder erwartet sich movelo von der kürzlich beschlossenen „Corporate Sustainabi- lity Reporting Directive“ (CSRD) der EU. Die neue Richtlinie verpflichtet Unternehmen aus der Europäischen Union künftig dazu, ihre CO2-Bilanz und somit auch die Schadstoffemissionen ihrer Fuhrparks offenzulegen. Große Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen ab dem Geschäftsjahr 2023 den Anfang machen. Schrittweise wird die CSRD in Folge auch auf KMU erweitert werden.
Das Sichtbarmachen von unzureichenden bzw. nicht vorhandenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Betriebe erachtet Ottenschläger als signifikanten Faktor für den Geschäftserfolg: „Reputation im Sinne eines ökologischen Gewissens gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unserer Erfahrung nach greifen Privat- als auch Businesskunden immer häufiger auf Unternehmen zurück, die klimaschonend agieren. Die CO2-Emissionen des unternehmenseigenen Fuhrparks spielen hier eine große Rolle.“  

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Foto: iStock.com/Sven Loeffler

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