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Energiewende nur im Zusammenspiel der Technologien


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Energiewende Tirol

Von E-Autos bis E-Fuel: Für die effektive Umsetzung der Klimaneutralität müssen mehrere innovative Technologien ineinandergreifen. Nur mit Elektromobilität alleine können die Klimaziele nicht erreicht werden. Ein neuer Kraftstoff für Diesel- und Benzinfahrzeuge kann eine weitere Alternative sein.

Von Florian Eckel

Welche Rolle Elektroautos und synthetische Kraftstoffe bei der angestrebten Klimaneutralität spielen, diskutierten namhafte Verkehrs- und Energieexperten Anfang Oktober bei den „Igler Mobilitätsgesprächen“ der Wirtschaftskammer Tirol. Österreich will ab 2040 klimaneutral und Tirol ab 2050 energieautonom werden. Vonseiten der Politik wird eine grüne Energiewende intensiv angestrebt. Das erklärte Ziel ist es, den CO2- Ausstoß deutlich zu reduzieren. Das betrifft insbesondere den Verkehrssektor, der 30 Prozent der heimischen CO2-Emissionen ausmacht. Für die angestrebte Energiewende sind aber „alle möglichen Technologien und Energieformen notwendig, um einen echten Wandel herbeiführen zu können“, und dazu eine „faktenbasierte und rationale Auseinandersetzung mit dem Thema“, betonte Alexander Gutmann, Obmann der Fachgruppe Energiehandel in der Tiroler Wirtschaftskammer, bereits im Vorfeld der „Igler Mobilitätsgespräche“.

Ende der Verbrennungsmotoren ab 2035

Derzeit wird in Europa vor allem die E-Mobilität forciert und entsprechend gefördert. So haben EU-Rat und -Parlament als Teil neuer Klimagesetze kürzlich ein Verbot von Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 beschlossen. Es gibt allerdings eine Ausnahme für jene Motoren, die mit CO2-neutralen Kraftstoffen (z. B. E-Fuels betrieben werden. Zudem wird ab 2023 in der EU die Straßenmaut stark auf Basis des jeweiligen CO2-Ausstoßes der Fahrzeuge berechnet. So könnte für Elektro- Lkw mindestens die Hälfte der Maut erlassen werden. Derzeit ist der Großteil der Schwerlaster allerdings noch mit Diesel unterwegs.

Vermeiden, verlagern, verbessern

„Die Formel lautet: Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern. Die Mobilität von morgen soll effizient, emissionsfrei und digital vernetzt werden. E-Mobilität stellt für mich die Schlüsseltechnologie dar“, sagt Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der unabhängigen Energieberatung Energie Tirol. Das Bundesland hat sich mit „Tirol energieautonom 2050“ zum Ziel gesetzt, bis 2050 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Heimische, erneuerbare und klimaschonende Alternativen sollen besonders vorangetrieben werden.

E-Mobilität nur Teil der Lösung

Um klimaneutral zu werden, gehören alle neuen Technologien bestmöglich genützt. Nur das Zusammenspiel vieler Rädchen führt in eine emissionsfreie Zukunft. E-Fahrzeuge sind nur ein Teil der Lösung. Sie können gerade im Personenverkehr und im städtischen Bereich gut eingesetzt werden, aber nicht das gesamte Verkehrsaufkommen abdecken, weil u.a. der Verbrauch von Rohstoffen bei der E-Motor-Produktion enorm, die Reichweite begrenzt und Ladeinfrastruktur ausbaufähig ist. Deshalb wird der Anteil an Verbrennungsmotoren in den nächsten Jahren sehr hoch bleiben, sind sich Verkehrsexperten einig. Das zeigen auch die weiter hohen Zahlen bei Neuzulassungen von Diesel-und Benzinfahrzeugen.

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Foto: iStock.com/jroballo

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