HomeStartseiteEnergie-Reich im Süden

Energie-Reich im Süden


Treten Sie mit uns in Kontakt! – Unsere Redaktionsteam nimmt Ihr Lob und Ihre Kritik gerne entgegen.
Wir freuen uns auf Ihre Reaktion und einen konstruktiven Gedankenaustausch.
Bernhard HofbauerMag. Tanja Lackner
Chefin vom Dienst
+43 316 834020-41
redaktion@euromedien.at

Südösterreich grüner Industrie-Hotspot

Die grüne Wende passiert nicht einfach so, sondern sie wird gemacht. Dafür braucht es einen Standort. Südösterreich, von Kärnten über die Steiermark bis ins südliche Burgenland, ist zu einem
grünen Industrie-Hotspot geworden. Während manche sich fürs Klima ankleben, packen andere an. Zahlreiche Leitbetriebe produzieren in der Steiermark und in Kärnten für die Energiewende und die grüne Transformation. Doch um zukunftsfit zu bleiben, braucht der Standort weitere Reformen, Fachkräfte und vor allem mehr Investitionen.

Von Stefan Rothbart

Die grüne Transformation der Wirtschaft sowie die Energie- und die Mobilitätswende sind nicht bloß Begriffe, sondern dahinter stecken Betriebe, Forschungseinrichtungen und Netzwerk-Organisationen. In Kärnten und der Steiermark hat sich in den letzten Jahren ein veritabler Industrie-Hotspot für Green-Tech- Betriebe herausgebildet. Das sogenannte Green-Tech-Valley erstreckt sich über beide Bundesländer und bündelt in einem Cluster 300 Unternehmen und Forschungsreinrichtungen, darunter 20 globale Technologieführer, in der Region. Kürzlich wurde das Green-Tech-Valley von der EU zu einem der „All-Time“-Regiostars gekürt und somit in den Kreis der innovativsten Regionen Europas aufgenommen.

Produktionsstandort für die Energiewende

Für die grüne Transformation der Wirtschaft sowie für die Energie- und Mobilitätswende in Österreich, in Europa als auch weltweit braucht es schließlich Unternehmen, die dafür die entsprechenden Technologien und Produkte entwickeln. Für die Klimaziele in Österreich ist die Region Steiermark-Kärnten dabei einer der wichtigsten Green-Tech-Produktionsstandorte. Ob Fotovoltaik oder Solartermie aus Kärnten oder Wasserstoffmotoren und Generatoren aus der Steiermark. Während andere sich für das Klima ankleben, wird in den Unternehmen des Green-Tech-Valley aktiv angepackt. Die globalen Einsparungseffekte durch in Kärnten und der Steiermark produzierten Produkte ist enorm. Ebenso wie das Wachstumspotenzial der Green- Tech-Branchen. Nachhaltige Industrieprodukte sind weltweit so gefragt wie nie und werden für die nächsten 20 bis 30 Jahre das Rückgrat der heimischen Exportindustrie darstellen. Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ mit Sitz in Graz erzielt bereits rund 40 Prozent seiner Umsätze mit nachhaltigen Produkten wie Turbinen und Generatoren für Strom aus Wasserkraft oder Anlagen zur Erzeugung von Batterien und E-Autos. In den kommenden Jahren soll dieser Anteil auf 50 Prozent weiter steigen. „Unser umfassendes Angebot an diesen grünen Produkten ist auch ein Grund, warum wir heuer einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang verzeichnen. Unser Auftragsstand befindet sich mit knapp elf Milliarden Euro auf einem historischen Höchststand“, berichtete ANDRITZ-Pressesprecher Michael Buchbauer. Doch das Unternehmen ist nur ein Beispiel von vielen, die auf den heimischen wie internationalen Märkten massiv von der Nachfrage nach Green-Tech-Produkten profitieren.

Investitionen in Produktionsausbau

Während andere Branchen bereits Umsatzrückgänge verzeichnen bzw. erwarten, kann bei Green-Tech-Betrieben davon aktuell nicht die Rede sein. Jeder zweite Betrieb plant oder tätigt bereits massive Investitionen in den Ausbau der Produktion. Der steirische Hersteller von Holzheizsystemen KWB hat in den letzten beiden Jahren etwa 23 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und Forschungseinrichtungen am Standort in St. Margarethen an der Raab investiert. Das geschieht auch vor dem Hintergrund der Energieziele der Bundesregierung, fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen. „Mit den aktuellen Produktionsvolumen sind wir in der Lage, unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten“, bekräftigt Helmut Matschnig, Geschäftsführer bei KWB. „Erneuerbare Energien sind der Ausweg aus der Abhängigkeit. Jede Investition in diesem Bereich tut nicht nur der Region, sondern auch dem Klima gut und fördert die Unabhängigkeit“, ist Matschnig überzeugt. Dass diese Investitionen letztendlich ausgelöst wurden, liegt nicht unwesentlich an den Rahmenbedingungen, die von der Bundesregierung, aber vor allem von den Landesregierungen und den wirtschaftlichen Interessenvertretungen wie der Wirtschaftskammer, geschaffen wurden. Durch Clusternetzwerke, Forschungseinrichtungen und Ausbildungsstätten ist ein Biotop entstanden, das dem wirtschaftlichen Erfolg der Green-Tech-Betriebe gehörig Aufschub verleiht. „Bei KWB arbeiten wir im Grünen am Grünen. Wir profitieren von renommierten Ausbildungsstätten im Großraum Graz, aber auch von innovativen Produktionsunternehmen im Green-Tech-Valley. Zahlreiche Pioniere und Technologieführer sowie namhafte Forschungseinrichtungen in den Bereichen erneuerbarer Energien und Kreislaufwirtschaft sind hier ansässig. Dieses innovative Umfeld ist ein echter Standortvorteil für uns“, bestätigt auch Helmuth Matschnig die Assets in der Region.

Alles lesen? Hier geht's zum ganzen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftsnachrichten Süd

Foto: iStock.com/ArtistGNDphotography

Mehr aus dem Süden erfahren?

No comments

leave a comment