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Niederösterreichs Wirtschaft trotzt der Krise


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Produzierende Industrie mit Standortvorteilen

Die Industrielastigkeit Niederösterreichs ist in der breiten Öffentlichkeit noch nicht in allen Köpfen angekommen. Das einstige Agrarland hat sich im Laufe der vergangenen 100 Jahre wirtschaftlich enorm entwickelt und seine Topografie begünstigt die Umstellung von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energiequellen.

Von Marie-Theres Ehrendorff

Oftmals im Schatten der Industriehochburg Oberösterreich hat sich Österreichs flächenmäßig größtes Bundesland zum Industrie-Hotspot gemausert. Der entscheidende Standortvorteil ist die Begünstigung von Industriebetrieben, was die Energieproduktion anbelangt. Niederösterreich bietet für seine Industriebetriebe sehr gute Möglichkeiten, sich mit Wind- und Sonnenenergie zu versorgen. „Auch wenn wir noch mitten in einer Energiekrise stecken, in der die Bundesregierung viel zu langsam und zaghaft handelt, glauben wir fest daran, dass die Industrie weiterhin die Basis für eine stabile Volkswirtschaft und den Erfolg des Standorts Niederösterreich ist“, unterstreicht der Präsident der Industriellenvereinigung, Thomas Salzer, die Rolle der Industrie als Mutmacher und Stabilitätsfaktor.
„Allein können wir die Welt natürlich nicht verändern. Aber wir müssen alles tun, damit es bei uns in Niederösterreich, in den Regionen und in unseren Betrieben gut weitergeht“, ergänzt der Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger und fordert den Bund auf, „beim Energiekostenzuschuss nachzubessern.“
Dessen ungeachtet ist der Wirtschaftsstandort NÖ für Industriebetriebe hinsichtlich des Ausbaus von betriebseigenen Energieproduktionen durchaus bevorzugt. Denn für die grüne Transformation der Industrie braucht es nicht nur Geld, wie zum Beispiel ein Transformationspaket vom Bund, sondern auch die entsprechenden Flächen, wo Windund Sonnenkraftwerke bzw. auch neue energieeffiziente Industrien gebaut werden können.

Milliarden für Energieautarkie

„Wenn die Welt im Umbruch ist, heißt das für Niederösterreich Aufbruch – in eine Energieunabhängigkeit“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Gemeinsam mit Landes-Vize Stephan Pernkopf, der seit 2009 die Energie-Agenden des Landes NÖ verantwortet, präsentierte sie ein Ausbaupaket für die Wind-, Sonnen-, Wasserund Biomassekraft samt der nötigen Netzinfrastruktur. Das Land will mit dieser Maßnahme sowohl die Bürger entlasten wie auch die Wirtschaft unterstützen. Mehr Sicherheit in der heimischen Energieversorgung und den Klima- und Umweltschutz umsetzen ist das Ziel. „Wir wollen mit dem Programm den Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenkraft beschleunigen – für günstigere Preise, für mehr Sicherheit und für das Klima“, so die Landeschefin.
In den weiteren Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik investiert das Land 5,6 Milliarden Euro. Außerdem stehen Investitionen in Kleinwasserkraftwerke, Biomasse sowie in die Leitungskapazität an. Dabei sollen unter anderem 40 neue Umspannwerke errichtet werden. Die WKNÖ begrüßt naturgemäß die Ausbaupläne als Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Aber auch die Umweltorganisationen Global 2000, Fridays For Future und die Plattform „KlimaNÖtral“ sind über die Pläne erfreut, fordern jedoch weitere Maßnahmen.
Die Energiewende finde in der Region tagtäglich statt. „Was zuerst als exotisch gesehen wurde, ist heute ganz normal“, meint Pernkopf zum Fotovoltaik-Boom und der Montage von hundert neuen PV-Anlagen im Land. „Heute macht sich bezahlt, dass wir diesen Weg schon immer konsequent gegangen sind, um die Menschen zu entlasten, das Klima zu schützen und die Wirtschaft zu stützen.“
Auf diese Weise könnte die Energiekrise für Niederösterreich zum Sprungbrett in eine Unabhängigkeit werden, ist Pernkopf optimistisch. „Bilanziell deckt Niederösterreich bereits jetzt seinen Stromverbrauch durch die Erneuerbaren, wobei der Verbrauch auch steigt.“

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Foto: iStock.com/Leonsbox

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