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Vorarlberg treibt Energiewende voran


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Energie Vorarlberg

Im Sinne von Versorgungssicherheit und Klimaschutz verstärkt die Vorarlberger Landesregierung ihr Engagement zum Vorantreiben der Energiewende. Ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung ist dabei die Sonderdividende von illwerke vkw.

Von Christian Wieselmayer

 Im Zeitraum von 2022 bis 2025 würden zusätzliche Mittel von 15 Millionen Euro zweckgewidmet für Maßnahmen zur Unterstützung der Energieautonomie durch Maßnahmen in den Sektoren „Raumwärme und Gebäude“, „Energieerzeugung“, „Industrie und Gewerbe“, „Landwirtschaft“ und „Mobilität“, zur Verfügung gestellt, so Landeshauptmann Markus Wallner und Energielandesrat Daniel Zadra: „Ziel aller Maßnahmen ist es, den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren, gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Energieträger sowie die Energieeffizienz zu erhöhen und damit verbunden eine Verringerung der Treibhausgasemissionen zu erreichen.“ Ein großer Teil der Mittel aus der Sonderdividende – fast neun Millionen Euro – wird für den zusätzlichen Finanzierungsbedarf eingesetzt, der durch die Maßnahmen der neuen Energieförderungsrichtlinie und die gestiegene Nachfrage nach Energieberatungen entsteht. Mit rund sechs Millionen Euro werden zusätzliche Impulse in den Sektoren Energieerzeugung, Industrie/Gewerbe, Landwirtschaft und Mobilität gesetzt. Die Schwerpunkte liegen u.a. im Ausbau der Fernwärme, der Forcierung von Fotovoltaikanlagen in der Landwirtschaft, der Weiterführung des Programms „Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger in KMU“ und dem beschleunigten Ausbau im regionale Gewerbebzw. Güterverkehr.

Fortschritte in Richtung Energieautonomie

Der Energie- und Monitoringbericht 2022 zeigt die Fortschritte in Richtung Energieautonomie vor dem Hintergrund einer sehr dynamischen Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft. Im Zeitraum von 2005 bis 2020 ist die Vorarlberger Bevölkerung um 37.000 Personen (+10 Prozent) gewachsen, die Zahl der zugelassenen Pkw hat um 50.000 Fahrzeuge (+9 Prozent) zugenommen, die Wohnfläche um 3,2 Millionen Quadratmeter (+18 Prozent). Das Bruttonationalprodukt ist um sechs Milliarden Euro gestiegen (+58 Prozent). Trotz dieser Zuwächse wurde in Vorarlberg im langfristigen Trend 2020 ungefähr gleich viel Energie verbraucht wie 2005. Zuletzt hat die Corona- Pandemie 2020 zu einem Rückgang des Energieverbrauchs um sechs Prozent gegenüber dem Jahr davor geführt. Der Soll-Wert gemäß Energieautonomie+ 2030 wurde um zwei Prozent unterschritten. Größter Energieverbraucher im Jahr 2020 war der Gebäudesektor (Haushalte, öffentliche Hand, Gewerbe und Dienstleistungen) mit einem Anteil von 54 Prozent, gefolgt von Industrie (26 Prozent) und Verkehr (18 Prozent).

Attraktive Förderung für den Ersatz fossiler Anlagen

Mit der neuen Energieförderungsrichtlinie, die ab 1. Jänner 2023 in Kraft tritt, forciert das Land Vorarlberg weiter den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen. Der Fokus der künftigen Förderung liegt auf dem Bestandsbau und dem Ersatz von fossilen Heizsystemen. Obwohl der Verbrauch von Gas und besonders von Öl in der Raumwärme in den letzten Jahren bereits stark rückläufig ist, sind in Vorarlberg derzeit noch rund 25.000 Ölkessel und ca. 36.000 Gaskessel installiert. Eine wesentliche Neuerung ist die Aufnahme von Luftwärmepumpen in die Förderung. Dadurch wird die Auswahl förderbarer Alternativsysteme beim Heizungstausch erhöht und der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen noch attraktiver gemacht. Da das Thema der Lärmbelästigung durch Luftwärmepumpen immer mehr an Bedeutung gewinnt, wurde die Förderung auf besonders leise Geräte (max. Schallleistungspegel bis 55 dB sowie bis 60 dB inkl. Schallschutzhaube) eingeschränkt. Neu ist auch die Förderung von Nahwärmeanschlüssen für Bestandsgebäude unabhängig vom Gebäudealter. Während im Neubau nur noch Heizsysteme von Gebäuden mit einer Baueingabe bis zum 31. Dezember 2021 gefördert werden können, sind thermische Solaranlagen und Lüftungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung hier nach wie vor förderbar. Für beide Systeme wurden im Neubau die Fördersätze leicht angehoben.

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Foto: iStock.com/ArtistGNDphotography

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