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Arbeitslosigkeit weiter rückläufig

Anzahl der offenen Stellen erstmals seit Pandemiebeginn gesunken

Innsbruck, 01. Februar 2023 – Mit Stichtag 31.01.2023 sind in Tirol 17.233 Personen arbeitslos. Das ist der niedrigste Stand zu dieser Jahreszeit seit 2008. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um -1.230 Menschen weniger (-6,7 %). Bei 17.233 Arbeitslosen und geschätzten 362.000 unselbständig Beschäftigten (+10.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im Jänner 2023 in Tirol 4,5 %. Österreichweit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei -4,8 % und aktuell gibt es in Österreich 317.131 Arbeitslose.

„Der Tiroler Arbeitsmarkt startet mit Blick auf nochmals deutlich gesunkene Arbeitslosenzahlen in allen Bezirken sehr positiv ins neue Jahr. Wie bereits prognostiziert, hat sich die Zahl der beim AMS gemeldeten offen Stellen reduziert. Dies passiert jedoch auf einem so hohen Niveau, dass der Arbeitskräftemangel nach wie vor eines der wichtigsten Handlungsfelder dieser Tage ist. Das zeigt sich auch an der steigenden Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen. Lehrlinge sind am Tiroler Arbeitsmarkt besonders begehrt!“, sagt Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführung AMS Tirol.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um +9,0 % auf 918 gestiegen. Die meisten Lehrlinge werden im Tourismus, im Einzel- und Lebensmittelhandel und im Bau- und Baunebengewerbe gesucht. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist leicht um +1,9 % gestiegen. Das sind 366 sofort einsatzbereite Lehrstellensuchende gegenüber 918 sofort verfügbaren Lehrstellen.

Foto: iStock.com/peterschreiber.media

1,1 Megawatt Strom

Vollflächiger Ausbau der PV-Anlage auf dem Dach der ÖAMTC-Landeszentrale in Linz.

ÖAMTC OÖ treibt mit PV-Offensive Mobilitätswende voran

Linz, 30. Jänner 2023 – Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Der Mobilitätssektor muss einen wesentlichen Beitrag für das Erreichen der Klimaziele leisten. Der ÖAMTC Oberösterreich ist sich dieser Verantwortung bewusst und investiert rund 1,8 Millionen Euro in die Erweiterung der Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern seiner Stützpunkte.

16 Stützpunkte des ÖAMTC Oberösterreich werden derzeit mit Fotovoltaik-(PV)-Anlagen ausgestattet beziehungsweise erhalten eine Erweiterung der bestehenden Anlagen. Deren jährliche Erzeugungsmenge wird insgesamt etwa 1,1 Millionen kWh betragen. Das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch von 440 durchschnittlichen Einfamilienhäusern. Der aus Sonnenenergie produzierte Strom fließt in den Betrieb der Stützpunkte, deren Heizung und Kühlung (Wärmepumpen) sowie in die E-Ladesäulen. Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2023 erfolgen. Mit der Generalplanung und Umsetzung wurde die LINZ-AG-Tochter LINZ ENERGIESERVICE GmbH-LES (kurz LES) beauftragt.

„Wir haben uns mit unserer ‚OÖ. Fotovoltaik-Strategie 2030‘ ein klares und ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 wollen wir in Oberösterreich die Stromerzeugung aus Fotovoltaik auf rund 3.500 GWh verzehnfachen. Ein wesentlicher Schritt dazu ist unser ‚200.000-PV-Dächer-Programm‘, das bis 2030 umgesetzt werden soll. Dass unsere ‚OÖ. Fotovoltaik-Strategie 2030‘ bereits wirkt, zeigen die aktuellen Zahlen: Ende des Vorjahres gab es in unserem Bundesland bereits mehr als 75.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.000 MW. Dieser Rekordwert entspricht einer Steigerung um das 2,5-fache gegenüber dem Jahr 2018 – hier hatte es in Oberösterreich noch 30.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 300 MW gegeben. Die aktuelle PV-Offensive des ÖAMTC leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele unserer ‚OÖ. Fotovoltaik-Strategie 2030‘“, unterstreicht Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner.

Foto: ÖAMTC

Gut auf Schiene

Innovative Logistiklösungen

Bruck an der Mur, 30. Jänner 2023 – Innofreight bietet innovative Logistiklösungen im Schienengüterverkehr. Das steirische Innovationsunternehmen aus Bruck an der Mur entwickelt, produziert und vermietet Gesamtlogistikkonzepte. Wie diese aussehen, hängt von den Bedürfnissen der Kunden ab. Waggon, Container, Rungenaufbauten oder Entladeanlage: was auch immer gefordert ist, Innofreight hat die passende Lösung parat.

Die Basis des Innofreight-Konzepts ist die Modularität. „Wir arbeiten mit einem Baukasten-System. Die Waggons sind vom Aufbau getrennt und werden je nach Ladegut optimal miteinander kombiniert“, sagt CEO Peter Wanek-Pusset. Egal ob für den Holz-, Stahl-, Baustoff-, Energie- bis zum Flüssigkeitssektor – Innofreight bietet die optimierte Gesamtlogistik.

Foto: Innofreight

 

Tagen im Einklang mit der Natur

v.l.n.r.: Patrick Nunner (Teamleader Conference Rogner Bad Blumau), DI Verena Kaiser, Prof. Dr. Detlef Heck

Green Meeting im Weltunikat Rogner Bad Blumau

Bad Blumau, 27. Jänner 2023 – Das Rogner Bad Blumau ist das größte bewohnbare Gesamtkunstwerk. Eine märchenhafte Welt aus Farben und Formen. Mit fantasievollen Häusern, auf deren Dächern Bäume wachsen. Eingebettet in die steirische Hügellandschaft. Architektur, Mensch und Natur im Einklang. Nachhaltig und einfach schön.

„Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Detlef Heck, ist ein besonders wertvoller Partner unseres Hauses und veranstaltet jährlich im Jänner den Baurechtskongress bei uns im Seminarzentrum „Geistreich“. Es freut uns sehr, dass wir mit dem diesjährigen Event, organisiert von DI Verena Kaiser, die Zertifizierung „Green Meeting und Green Events“ vom Österreichischen Umweltzeichen für Tourismusbetriebe, erreichen konnten. Ein wichtiger Schritt in eine nachhaltigere Zukunft. Auch die Baubranche setzt immer mehr Aktionen in die richtige Richtung für eine bessere Zukunft“, sagt Patrick Nunner, Leitung Conference & Event.

Als Träger des österreichischen Umweltzeichens ist das Rogner Bad Blumau Pionier in Sachen Umweltschutz und dem nachhaltigen Nutzen von Ressourcen. Das Rogner Bad Blumau ist bereits seit 1997 zertifiziert. Auf 42 ha biologisch zertifiziertem Areal erstrecken sich die hauseigne Landwirtschaft, symbiotische Tierhaltung, zahlreiche Gärten mit Kräutern und Blüten, sowie Streuobstwiesen und vieles mehr. Ein Großteil der Lebensmittel stammt von landwirtschaftlichen Betrieben aus der Umgebung, die im Kreislauf mit der Natur wirtschaften und bei denen artgerechte Tierhaltung sowie der Verzicht auf Chemie und Gentechnik selbstverständlich sind.

Emissionsfreie geothermische Beheizung und Stromerzeugung, Verwendung von regionalen Lebensmitteln und Produkten mit dem Ziel eine ökologische Kreislaufwirtschaft zu betreiben, Klimaneutraler Druck von Werbematerialen, biologische Bewirtschaftung und Gästetransporte mit E-Autos sind nur ein paar Beispiele für selbstverständlich umweltbewusstes Handeln im Betrieb.

Foto: Rogner Bad Blumau

2022 brachte einen neuen Nächtigungsrekord

Wels, Sattledt und Kremsmünster als Region touristisch wieder auf Erfolgskurs

Wels, 25. Jänner 2023 – Nach den coronabedingten Herausforderungen der vergangenen Jahre blickt der Tourismusverband Region Wels mit 261.072 Nächtigungen, das ist ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019, auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Berücksichtigt man auch die freiwilligen Mitgliedsbetriebe in den Umlandgemeinden von Wels wurden gesamt rund 326.000 Nächtigungen gezählt.

Derzeit vereint der Tourismusverband Region Wels drei Mitgliedsgemeinden sowie 68 Beherbergungsbetriebe mit 2.900 Betten aus Wels, Sattledt, Kremsmünster und den Umlandgemeinden. Nach einem Rekordjahr 2019 mit 251.335 Nächtigungen (Jänner bis Dezember) in der Region musste der Tourismusverband coronabedingt in den Jahren 2020 und 2021 einen Rückgang verzeichnen. „Wir hatten bis Dezember 2022 261.072 statistisch gemeldete Nächtigungen. Damit haben wir die Zahlen des Vorjahres um 51,3 Prozent und das bisherige Rekordjahr 2019 um 3,9 Prozent Nächtigungen übertreffen können“, so Peter Jungreithmair, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Region Wels.

131.695 Gäste sind im Jahr 2022 angereist, diese verbrachten im Schnitt zwei Tage in der Region. Das sind zwar 7.292 weniger als im Rekordjahr 2019, jedoch hat sich die Aufenthaltsdauer der Gäste entsprechend erhöht. 52 Prozent der Gäste in der Region kommen aus Österreich und 48 Prozent aus dem Ausland. Deutschland ist hier mit 43 Prozent der Hauptmarkt, der Rest teilt sich auf 43 Nationen auf und spiegelt die Internationalität des Wirtschaftstourismus wider. Dass Corona das Gästeverhalten geändert habe, bemerkt Aufsichtsratsvorsitzender des Verbandes und Hotelier KR Helmut Platzer: „Interessant ist, dass der Anteil der internationalen Gäste in der Stadt Wels im Vergleich zu 2019 um fünf Prozent gestiegen ist. Viele sind auch letzten Sommer mit dem Auto in den Urlaub in den Süden gefahren und haben Zwischenstopp in Wels gemacht.“

Foto: Wels Marketing & Touristik GmbH

SPAR überreicht 19.175 Euro an Caritas Steiermark

SPAR-Steiermark-Geschäftsführer Mag. Christoph Holzer übergibt Caritas-Steiermark-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler € 19.175 an Spende die durch den Verkauf den „Adventkalender der guten Taten“ zusammengekommen sind.

Kreativ und mit Mehrwert – der „Adventkalender der guten Taten“

Graz, 25. Jänner 2023 – Jeden Tag im Dezember einen Euro an ein soziales Projekt spenden? Das hat der „Adventkalender der guten Taten“ der Caritas Steiermark in der Vorweihnachtszeit möglich gemacht. Den kreativen Kalender mit sozialem Mehrwert gab es 2022 zum zweiten Mal. Er bestand aus 24 Karten zum Ablösen und kostete 24 Euro. Jede Karte stand für ein soziales Projekt, das durch den Kauf des Kalenders mit einem Euro unterstützt wurde. Zusätzlich brachten die Karten für diejenigen, die den Adventkalender öffneten, auch einen persönlichen Mehrwert – beispielsweise ein Rezept, eine kurze Geschichte, eine Postkarte, eine Bastelanleitung oder ein Spiel.

Besonderes Highlight: Erstmals stellten 25 hochkarätige Künstler Werke zur Verfügung, die in die Gestaltung des Adventkalenders mit eingeflossen waren. Schriftstellerin Claudia Rossbacher hat einen Rätselkrimi beigetragen, Alf Poier eine von ihm gestalteten Grafik und August Schmölzer war mit einem persönlichen Sinnspruch an Bord. „Es ist schön zu sehen, dass der Adventkalender der guten Taten alljährlich nicht nur das Warten auf Weihnachten mit Geschichten, Spielen und Bildern versüßt, sondern auch einen sozialen und gesellschaftlichen Mehrwert bringt“, betont Nora Tödtling-Musenbichler, Direktorin der Caritas Steiermark. „Wir bedanken uns herzlich bei SPAR. Durch den Verkauf in den Lebensmittelgeschäften hat unser Adventkalender noch mehr Präsenz bekommen.“

Bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR in der Steiermark kamen insgesamt 19.175 Euro durch den Verkauf des „Adventkalenders der guten Taten“ zusammen. „SPAR engagiert sich seit jeher sozial und hilft dort, wo Hilfe gebraucht wird. Wenn es kreative Ansätze sind, die einen Nutzen für alle Beteiligten bringen, tun wir uns das gleich nochmals doppelt so gern“, bekräftigt Mag. Christoph Holzer, Geschäftsführer SPAR Steiermark. Er überreichte den Spendenscheck an Caritas-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler.

Foto: SPAR/Ivo Velchev

Konjunkturumfrage der IV OÖ

Wieder mehr Zuversicht in der OÖ. Industrie

Linz, 25. Jänner 2023 – Nach sehr pessimistischen Einschätzungen infolge der Energiekrise im dritten Quartal ist die Zuversicht wieder deutlich gestiegen. Die OÖ. Industrie konnte sich dank zahlreicher Maßnahmen vielfach erfolgreich an die neuen Rahmenbedingungen anpassen und blickt wieder etwas positiver auf die wirtschaftliche Entwicklung im neuen Jahr. Das Umfeld bleibt jedoch sehr herausfordernd und die Anspannung hoch.

„Die Lage in den verschiedenen Branchen ist sehr heterogen, entsprechend stark schwanken vielfach die Abrufe der Kunden. Kapazitätsplanungen sind daher für viele Betriebe weiterhin enorm schwierig“, erklärt Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ).

Das zeigt sich auch in den Ergebnissen der IV-OÖ-Konjunkturumfrage über das 4. Quartal 2022 (99 teilnehmende Firmen mit insgesamt mehr als 112.000 Mitarbeitern): Insgesamt liegt das Konjunkturbarometer, das sich als Mittelwert aus aktueller und zukünftiger Geschäftslage errechnet, zum Jahresende bei +6,5 Punkten und damit 16,5 Punkte über dem Wert des Vorquartals und wieder im positiven Bereich.

In der Detailbetrachtung ergibt sich daraus folgendes Bild: Gewichtet nach Mitarbeiterzahlen melden 36 Prozent der Unternehmen zurzeit eine gute bzw. steigende Geschäftslage (nach 57 Prozent im Vorquartal), 60 Prozent eine gleichbleibende und nur vier Prozent eine schlechte Geschäftslage. Der Saldo aus Positiv- und Negativwert ist somit von zuvor +48 auf nunmehr +32 Punkte gesunken. Ähnlich verhält es sich bei den derzeitigen Auftragsbeständen und bei den Auslandsaufträgen, wo die Salden von zuvor +59 bzw. +52 Punkten auf nun +28 bzw. +33 Punkte deutlich gesunken sind. Damit weist der Auftragsbestand mit einem Rückgang um 31 Punkte den stärksten Einbruch in der aktuellen Umfrage auf.

Foto: IV OÖ

Ein Jahr der Erholung

Angepeilte Passagierzahlen übertroffen und erfolgreicher Start in die Wintersaison

Salzburg, 23. Jänner 2023 – 2022 war ein sehr herausforderndes und letztendlich dann doch noch ein gutes Jahr. Es war ein Jahr der Erholung und es war ein Jahr mit vielen reisefreudigen Passagieren, die wieder Urlaub machen und auch in ferne Länder fliegen wollten. Das Jahr begann mit einer kleinen Wintersaison, steigerte sich mit einer guten Sommersaison und einem verlängerten Herbstgeschäft und endete mit einer gut angelaufenen Wintersaison mit immerhin 67 Landungen am 24. Dezember.

„Rückblickend war es ein schwieriges und doch erfreuliches Jahr. Wir wollten zumindest die Millionenmarke bei den Passagieren erreichen und freuen uns jetzt, dass diese Prognosen mit über 1,2 Millionen Fluggästen übertroffen werden konnte,“ so Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der Salzburger Flughafen GmbH.

Der europäische Flugverkehr erholt sich wieder, langsam aber kontinuierlich. Bis auch die Regionalflughäfen wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden, wird es allerdings bis Ende 2024, Anfang 2025 dauern.

Viele Organisationen haben sich in den Pandemie-Jahren einem Sparkurs unterworfen, so auch der Salzburger Flughafen. Das durchschnittliche Investitionsvolumen der letzten zehn Jahre – vor Beginn der Covid-19-Pandemie – lag bei mindestens sechs Millionen Euro pro Geschäftsjahr. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 wurden viele Projekte und notwendige Maßnahmen zurückgestellt und nur rund 955.000 Euro investiert. Durchgeführt wurden etwa Maßnahmen im Rahmen des von der EU vorgeschriebenen EES (Entry Exit System) Projekt, Maßnahmen für die Informationstechnologie Systeme, Planungsarbeiten für die kommende Neugestaltung der Terminallandschaft und diverse Kleinprojekte.

Foto: Salzburger Flughafen GmbH

Konjunkturlokomotive Bau stottert

v.l.n.r.: Michael Pecherstorfer, Obmann Sparte Gewerbe und Handwerk, Michaela Keplinger-Mitterlehner, Obfrau Sparte Bank + Versicherung, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, Christoph Schumacher, Obmann Sparte Information + Consulting

Baubranchen brauchen Offensiven, Investitionen und Stimulierungen

Linz, 19. Jänner 2023 – Aktuell sehen sich die Baubranchen (Baugewerbe, Ausbaugewerbe, Bauinstallation, Bauträger) enormen Herausforderungen ausgesetzt. Hohe Energiekosten haben die Preise für Baustoffe massiv angeheizt, die Zinspolitik der EZB hat die Finanzierungskosten von Bauvorhaben erhöht und die seit August 2022 geltenden, strengen Regeln für die Vergabe von Immobilienkrediten haben insbesondere beim privaten Wohnbau zu einem massiven Rückgang bei der Nachfrage von Bauleistungen geführt. Die Bauwirtschaft ist in einer Abschwungphase mit rückläufigen Wohnbauinvestitionen und massiv schrumpfenden Auftragsständen. So erwarten laut WKO-Wirtschaftsbarometer 61 Prozent der Bau- und baunahen Unternehmen sinkende Auftragseingänge in den nächsten zwölf Monaten, 32 Prozent gleichbleibende. Jedes zweite Unternehmen geht von sinkenden Investitionen aus.

„Wir brauchen Impulse in allen Sektoren des Baus, der als Konjunkturlokomotive auf viele andere Branchen über das Gewerbe hinaus ausstrahlt und damit eine Leitfunktion für Wertschöpfung wie Beschäftigung innehat“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer bei einem Pressegespräch mit den Spartenobleuten Michaela Keplinger-Mitterlehner (Bank + Versicherung), Michael Pecherstorfer (Gewerbe und Handwerk) und Christoph Schumacher (Information + Consulting). Die WKOÖ hat ein Paket zur Belebung der Baukonjunktur ausgearbeitet. Einiges davon ist erfreulicherweise bereits in Umsetzung bzw. in Aussicht gestellt. Leider hat es diese Woche bei einem Spitzengespräch zur FMA-Richtlinie für private Wohnimmobilienfinanzierungen keine Bewegung gegeben. Hummer meint dazu: „Es braucht daher jetzt weitere Anstrengungen, um den drohenden Abschwung abzuwehren und Auftragsbestände wie Investitionen auf stabilem Niveau zu halten.“

Foto: WKOÖ

Aktueller Antidiskriminierungsbericht zeigt bedenkliche Entwicklungen

v.l.n.r.: Livia Perschy (ETC Graz), Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark), Stadtrat Robert Krotzer, Landesrätin Doris Kampus

Junge Menschen besonders stark betroffen

Graz, 19. Jänner 2023 – Es sind Schwerpunktthemen, die für das diskriminierungsfreie Zusammenleben der Gesellschaft in Zukunft eine große Rolle spielen werden: Bei der Präsentation des aktuellen Berichts der Antidiskriminierungsstelle Steiermark strich Leiterin Daniela Grabovac drei auffallende Entwicklungen heraus, die zu einem großen Teil auch mit Altersdiskriminierung zu tun haben.

Zum einen betrifft dies den Lebensbereich Wohnen mit extrem steigenden Preisen für Miete, Heizen sowie Strom und daraus resultierend einer sozioökonomischen Benachteiligung der Bevölkerungsgruppe von Menschen unter 30 Jahren. Zum anderen ist es die Digitalisierung sowie die Ausbreitung der sogenannten künstlichen Intelligenz, die immer wieder für ältere Menschen eine Diskriminierung darstellt. Als drittes Schwerpunktthema rückt die Antidiskriminierungsstelle Steiermark das wachsende Problem des „Bodyshamings“ in den Fokus, das die Jugend vor immer größere Herausforderungen stellt. „Auffallend bei den aktuellen Entwicklungen ist, dass in den unterschiedlichen Bereichen verstärkt junge Menschen von Benachteiligungen betroffen sind“, so Grabovac.

Dies belegt auch eine von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark in Auftrag gegebene Studie zum Forschungsaspekt „Diskriminierungsfreier Zugang zu Wohnraum in der Steiermark“. Die neuen Erkenntnisse der Studie, die vom Europäischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC Graz) durchgeführt wurde, zeigt negative Entwicklungen am Wohnungsmarkt hervorgerufen durch aktuelle Ereignisse in den vergangenen zwei Jahren wie die Pandemie oder den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Vor allem im Jahr 2022 verschärfte sich der ökonomische Druck auf die steirische Bevölkerung aufgrund der soziopolitischen und -ökomischen Entwicklungen. Insbesondere junge Menschen unter 30 Jahren haben mit den Folgen dieser Preisanstiege zu kämpfen und sehen sich mit existenziellen Problemen konfrontiert.

Foto: Foto Fischer

Radtourismus-Destination im Herzen Europas

v.l.n.r.: Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Felix Neureuther, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Michael Duscher, Geschäftsführer Niederösterreich Werbung

Mit Felix Neureuther durch Niederösterreich

St. Pölten, 18. Jänner 2023 – Für immer mehr Menschen ist das Radfahren ein zentrales Urlaubsmotiv. Von der steigenden Lust am Freizeitradeln profitiert auch das Land Niederösterreich – die Rad-Destination im Herzen Europas.

„Der Rad-Urlaub ist eines der wichtigsten Urlaubsmotive für unser Bundesland. Das weite Land mit seiner unterschiedlichen Landschaft ist wie geschaffen, um mit dem Rad erkundet zu werden. In Summe kommen alljährlich eine Million Touristen nach Niederösterreich, um hier einen Rad-Urlaub zu machen und auch zu nächtigen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, investieren wir laufend in die touristische Rad-Infrastruktur: Seit 2016 waren das rund 60 Millionen Euro. In den nächsten Monaten wird diese Summe weiter kräftig steigen: Rund zehn Millionen Euro werden in den Triesting-Gölsentalradweg, den Ybbstalradweg sowie in die Optimierung des Donauradwegs investiert“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Für einen weiteren Aufschwung im Radtourismus sorgt Deutschlands erfolgreichster Ski-Star Felix Neureuther. Der begeisterte Radsportler und „Lieblingsdeutsche Österreichs“ entdeckt das umfassende Angebot auf Niederösterreichs Radwegen. „Mit Felix Neureuther wollen wir noch mehr Gäste auf unsere Radwege locken. Er ist ein Rad-Botschafter, der internationale Strahlkraft besitzt und damit unseren Rad-Tourismus auf das nächste – internationale – Level hebt“, so die Landeshauptfrau.

„Wir setzen heuer erstmals auf ein zentrales Thema in der Tourismuswerbung und das ist das Thema Rad. Der Radtourismus ist für eine Wertschöpfung von 252 Millionen Euro in Niederösterreich verantwortlich. Damit hängt jeder zehnte Euro, der in unserem Bundesland im Tourismus erwirtschaftet wird, am Thema Rad“, sagt Tourismuslandesrat Jochen Danninger.

Der Trend zum Radurlaub ist ungebrochen und wird laut Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, weiter zunehmen.

Foto: NLK/Filzwieser 

Doppler wächst im Süden

Dr. Bernd Zierhut, Geschäftsführer Doppler Gruppe

Kartellrechtliche Übernahme der Scharnagl GesmbH

Wels/Schiefling am Wörthersee, 17. Jänner 2023 – Mit der kartellrechtlichen Übernahme der Scharnagl GesmbH, einem Kärntner Regionalunternehmen mit mehr als 30 Millionen Euro Umsatz, hat die Doppler Energie ihre Handelsposition in Kärnten weiter verstärkt. Mit der Übernahme des Logistikparks der Firma Scharnagl sollen im Jahr 2023 vermehrt Diesel- und Benzinprodukte aus dem nördlichen Italien nach Österreich transportiert werden.

Was das Jahr 2023 betrifft geht man aufgrund des Embargos gegen die russische Föderation (betrifft Rohöl und Fertigprodukte) von einer eher knappen Versorgungslage aus. Diesel wird insbesondere im ersten Halbjahr des Jahres 2023 ein knappes Gut am österreichischen Markt werden. Die Übernahme der Geschäftsanteile und des Logistikparks von Scharnagl ermöglicht, Diesel und Benzin vermehrt von Norditalien nach Österreich zu verbringen. Damit sollen neben Kärnten auch die Bundesländer Salzburg und die Steiermark versorgt werden. Die übernommenen Kunden sollen auch in Zukunft die hohe Service- und Versorgungsqualität erhalten, die sie in der Vergangenheit gewohnt waren. Mit dieser erfolgreichen Akquisition, die im Dezember unterschrieben und Anfang Jänner vom Kartellamt genehmigt wurde, geht ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die Doppler Gruppe zu Ende.

Foto: Doppler

Kfz-Neuzulassungen auch 2022 unter Vorkrisenniveau

Heimischer Automarkt weiter auf Talfahrt

Graz, 17. Jänner 2023 – Der heimische Automarkt befindet sich weiter auf Talfahrt. Die Pkw-Neuzulassungen sind um zehn Prozent auf bundesweit 215.050 eingebrochen. Chipmangel, Energiekrise und Preiserhöhungen wirken sich wie schon 2021 negativ auf den Fahrzeugmarkt aus. In der Steiermark beträgt das Minus knapp sieben Prozent.

„Mit österreichweit 215.050 Pkw-Neuzulassungen liegen wir um zehn Prozent unter dem Vorjahr“, zieht der Bundesgremialobmann Klaus Edelsbrunner eine ernüchternde Bilanz. Laut Statistik Austria sind die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um mehr als ein Drittel (-34,7 Prozent) zurückgegangen. Der Gebrauchtwagenmarkt verzeichnet ein Minus von insgesamt 13,8 Prozent.

Chipmangel, Rohstoffkrise und Co. haben die Autoindustrie in den vergangenen Monaten vor große Herausforderungen gestellt. Durch die Wirtschafts- und Energiekrise, die erhöhten Kosten für Heizen und Strom sowie die dadurch gestiegene Inflation ist davon auszugehen, dass die Kaufzurückhaltung spürbar bleibt. Dazu Klaus Edelsbrunner: „Auch die Preiserhöhungen bei Fahrzeugen und die diversen Erhöhungen bei NoVA sowie die CO2-Bepreisung tragen zum negativen Ergebnis bei. Der Mittelstand ist dadurch massiv betroffen. Die fehlenden Neuzulassungen spüren wir zeitlich versetzt natürlich auch bei der Auslastung in unseren Werkstätten“, stellt der Obmann fest. Die täglich anfallenden Kosten steigen für die Kfz-Betriebe. Bei fallenden Stückzahlen im Handel und bei Reparaturen wird es für Betriebe immer schwieriger über die Runden zu kommen.

Was die Steiermark betrifft, so schneidet diese über dem Bundesdurchschnitt von minus zehn Prozent ab. Mit 30.775 Pkw-Neuzulassungen 2022 beträgt das Minus knapp sieben Prozent. Im Gegensatz zu den bundesweiten Zahlen sind die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in der Steiermark um rund neun Prozent zurückgegangen. Damit liegt die Steiermark im Bundesländervergleich an letzter Stelle.

Foto: iStock.com/kokouu

Analyse Raiffeisen Steiermark

v.l.n.r.: RLB-Marktvorstand Rainer Stelzer & Generaldirektor Martin Schaller

Aufhellung der wirtschaftlichen Lage in 2023 erwartet

Graz, 17. Jänner 2023 – 2022 war ein weiteres herausforderndes Jahr für die Gesellschaft und die heimische Wirtschaft. Trotz unberechenbarer Zeiten blicken Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB) Steiermark, sowie RLB-Marktvorstand Rainer Stelzer optimistisch in die Zukunft. Dafür sprechen mehrere Faktoren. So schätzt Raiffeisen Steiermark die heimische Wirtschaft als robust und resilient ein: „Die heimischen Betriebe sind in der Lage, Herausforderungen gut zu managen und Chancen – etwa in der Energiewende – zu nutzen“, sagt Schaller. Folglich sollte das BIP für 2023 leicht im positiven Bereich liegen.
Schaller geht ferner davon aus, dass die EZB die Leitzinsen 2023 noch anheben wird, allerdings nicht in dieser Dynamik wie bisher. Ein Indiz dafür liefert die amerikanische Notenbank FED, die das Leitzinsniveau nahezu am Plafond angelangt sieht. Diese Trends werden sich auch bei der Verzinsung von Spareinlagen und Krediten widerspiegeln.

In diesem Umfeld hat Raiffeisen Steiermark 2022 für Kunden das Maßnahmenpaket „Sicher durch bewegte Zeiten“ geschnürt und eine Beratungsoffensive gestartet. In rund 490.000 Finanz-Checks wurden mit Kunden individuelle Lösungen erarbeitet. Die Beratungen werden sich vor diesem Hintergrund 2023 stark um die Themen Veranlagung mit Fokus auf Wertpapiere sowie den richtigen Finanzierungs- und Fördermix für Investitionen drehen. „Die Kompetenz unserer Beratung war und ist sehr gefragt. Infolgedessen konnte Raiffeisen Steiermark rund 23.000 Neukunden gewinnen“, sagt Stelzer.
Die Summe der von Raiffeisen Steiermark verwalteten Kundengelder – darin sind sämtliche Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und Rückkaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – ist folglich weiter angestiegen und liegt nun beim 51,6 Milliarden Euro. Davon sind 27,1 Milliarden Euro Kundenvermögen (Spar- und Giroeinlagen, Wertpapiere, Bausparen und Lebensversicherungen). „Die steirischen Raiffeisen-Kunden haben damit einen dicken finanziellen Polster für 2023“, betont Stelzer.

Foto: RLB Steiermark/Riedler

Heimischer Automarkt zum dritten Mal in Folge rückläufig

Volkswagen Konzernmarken steigern Ihren Marktanteil aber um 0,2 Prozentpunkte

Salzburg, 13. Jänner 2023 – Der österreichischen Pkw-Markt war auch im Autojahr 2022 geprägt von den Produktions- und Lieferengpässen. 215.050 Neuzulassungen in der Endabrechnung bedeuten nicht nur ein Minus von 10,3 Prozent gegenüber 2021, sondern auch das niedrigste Marktniveau in den letzten 40 Jahren.

„Das niedrige Neuzulassungsniveau in 2022 kann nicht schöngeredet werden, aber es spiegelt nicht das wahre Potenzial des heimischen Automarktes wider. Die mangelnde Neuwagen-Verfügbarkeit hat zum dritten massiven Rückgang in Folge geführt und die Auftragsbestände auf Rekordniveau anwachsen lassen. Dieser Dynamik konnte sich niemand am Markt entziehen – wir saßen alle im gleichen Boot“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg. „2023 werden wir im ersten Schritt damit beschäftigt sein, die existierenden, historisch hohen Auftragsbestände im Sinne unserer Kunden so schnell wie möglich abzubauen. Wenn der Knoten bei der Belieferung gelöst wird, sehen wir für Österreich einen Markt von rund 250.000 Neuzulassungen als absolut realistisch an“, ergänzt Dr. Hans Peter Schützinger.

Die Volkswagen Konzernmarken haben in einem volatilen Umfeld dank ihres breit aufgestellten Marken- und innovativen Modellportfolios wiederum besser als der Markt performt. Mit 79.932 neu zugelassenen Fahrzeugen (-9,8 Prozent gegenüber Vorjahr) konnten sie ihren Marktanteil in 2022 sogar um 0,2 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent steigern und damit den höchsten Marktanteil in der Geschichte einfahren.

„Aus Konzernsicht blicken wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf 2022 zurück: In einem bewegten Autojahr konnten wir zwar trotz Lieferengpässen einen neuen Marktanteilsrekord erzielen und unsere Führungsposition ausbauen. Leider ist aber die erhoffte Trendwende aufgrund der angespannten Lieferketten sowie der geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen nicht eingetroffen“, resümiert Dr. Hans Peter Schützinger.

Foto: Porsche Holding GmbH

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