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„Eine-Million-Dächer-Programm“ kann wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten

Wien, 10. September 2020 Heute präsentierte Bundesministerin für Klimaschutz Leonore Gewessler das „Eine-Million-Dächer-Programm“ als Teilmaßnahme zum großen Sonnenastromausbau im Rahmen des kommenden Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG). Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PVA) war bei der Pressekonferenz mit dabei und repräsentierte die Stimme der Branche: „Wir begrüßen das vorgestellte ‚Eine-Million-Dächerprogramm‘ zur Forcierung des Ausbaus auf Österreichs Dächern. Um den notwendigen PV-Boom zu erreichen müssen wir die Bremse lösen und brauchen dazu neben dem Bund auch Länder und Gemeinden mit an Bord. Dort liegen wesentliche Kompetenzen, um Gebäude- und Flächennutzung erst zu ermöglichen. Hier gilt es entsprechende Maßnahmen zur Solar-Revolution zu setzen.“

Das „Eine-Million-Dächerprogramm“ ist ein deutlicher Handlungsauftrag an die Bundesländer, um hier wichtige weitere Schritte zu setzen. Zwar verfügt Österreich mit 2,4 Mio. Gebäude vermeintlich über genug Dachflächen zur Produktion von Sonnenstrom mittels Photovoltaik(PV)-Anlagen, dennoch zeigt eine aktuelle Analyse von Hubert Fechner 1 , dass von dem Gebäudebestand unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen nur ein Teil – nämlich knapp 20 Prozent – auch tatsächlich nutzbar ist. Technische, wirtschaftliche, ökologische, soziale und vor allem bürokratische Faktoren reduzieren das Dachpotential dramatisch.

Ohne eine verpflichtende Errichtung von PV-Anlagen auf neu errichteten Gebäuden, sind die Ziele des „Eine-Million-Dächer-Programms“ kaum erreichbar. „Ähnliche Vorschriften, wie der Anschluss an die Wasser- bzw. Abwasserversorgung oder die Einhaltung eines gewissen Baustandards, bestehen bereits für den Gebäudeneubau. Diese Vorgaben sind mit der verpflichtenden PV- Anlagenerrichtung zu vervollständigen“, bringt es Paierl auf den Punkt.

Foto: Photovoltaic Austria