HomeDigitalisierung als Investitionstreiber
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Gernot Pagger, Geschäftsführer der IV-Steiermark (links) und Georg Knill, Präsident der IV-Steiermark

Ende der Hochkonjunkturphase

Graz, 30. Jänner 2019 – Die Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung für das vierte Quartal 2018 ergab wie erwartet eine Abnahme der Konjunkturdynamik, in den kommenden drei Monaten ist eine weitere Verlangsamung des Konjunkturtempos wahrscheinlich. Dass die Unternehmen in der Steiermark ihren Personalstand dennoch weiter ausbauen, ist aus der Sicht von Gernot Pagger, Geschäftsführer der IV-Steiermark, ein weiterer Beweis für den Fachkräftemangel in der Industrie.

Positiv ist jedoch das Investitionsverhalten der steirischen Industriebetriebe zu bewerten: Experten des Joanneum Research verzeichneten in einer von der IV-Steiermark beauftragten Studie einen erneuten Investitionsrekord für das Jahr 2018 − von der steirischen Industrie wurden Investitionen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro getätigt. Das häufigste Motiv stellten dabei für steirische Industriebetriebe von der Digitalisierung getriebene Entwicklungen dar. Georg Knill, Präsident der IV-Steiermark, sieht dies positiv: „Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen und Produkten steigern die Chancen der Steiermark, zur Gewinnerregion der Digitalisierung zu werden“, so Knill.

Aufgrund der globalen Unsicherheit und der sich wieder abschwächenden Konjunktur fordert Knill eine Senkung der Körperschaftssteuer, um Unternehmen zu entlasten, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen herzustellen und ein möglichst hohen Maß an Planungssicherheit zu gewährleisten. Zudem sieht Knill das Land Steiermark in der Pflicht, für die Bereiche Wirtschaft und Wissenschaft mehr als die gegenwärtig zwei Prozent des Landesbudgets zu verwenden. Denn nach Knill müssen „den Rekordinvestitionen der Unternehmen Rekordinvestitionen in die Zukunft folgen“.

Foto: Marija Kanizaj