HomeOptimismus trotz schwächerer Konjunktur
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Präsidentin Sonja Zwazl und Direktor Johannes Schedlbauer präsentierten die Ergebnisse des WKNÖ-Wirtschaftsbarometers

Beschäftigungslage weiterhin stabil

St. Pölten, 22. Juli 2019 – Die weltweite Konjunkturabkühlung beginnt sich auch in Niederösterreich abzuzeichnen. „Aktuell liegen die Aussichten für 2019 laut WIFO bei einem Wachstum von 1,8 Prozent, im Jahr 2020 bei 1,6 Prozent. Trotzdem schätzen die NÖ-Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate positiv ein“, analysiert WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

Bestätigt wird dies durch die im Mai österreichweit durchgeführten Umfragen der Wirtschaftskammern — in Niederösterreich wurden 3.600 Unternehmer aus allen Branchen und Größen befragt. „Auftragslage und Investitionsvolumen haben sich zwar nach dem Konjunkturhoch von 2018 (plus 3 Prozent) verlangsamt, pendeln sich aber nun auf einen üblichen Wachstumspfad ein“, ist sich WKNÖ-Direktor Johannes Schedlbauer sicher. Erfreulich sei, dass die NÖ Unternehmen im Bundesländervergleich positiv denken.

„Neben unserer gesunden Wirtschaftsstruktur, die sich durch den richtigen Mix an Branchen und Unternehmensgrößen ergibt, ist der Export ein wesentlicher Stabilitätsfaktor in konjunkturschwächeren Zeiten“, hält WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl fest. So werden fünf von zehn Euro im Export verdient. Immer wichtiger werden die osteuropäischen Märkte.

Was die Einschätzung der NÖ-Betriebe zur Beschäftigungslage betrifft, ist die WKNÖ-Präsidentin erfreut: „87 Prozent der Betriebe stufen die Beschäftigungslage als besser oder stabil ein.“ Gleichzeitig bedeutet dies, dass der Fachkräftemangel zentrales Thema bleibt. Zwazl: „Wir erleben einen Paradigmenwechsel. Haben sich früher die Mitarbeiter bei Betrieben beworben, sind es heute Unternehmer, die sich bei Fachkräften bewerben. Die Konjunktureintrübung führt nicht dazu, dass die Betriebe Fachkräfte ziehen lassen.“

Foto: Andreas Kraus