HomeSteirischer Selbständigkeits-Index:
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Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in der Steiermark ein starkes Team“, betonen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.)

Mehr als jeder zweite Job erfordert unternehmerisches Denken und Handeln

Graz, 30. April 2019 – Der 1. Mai – Tag der Arbeit – steht vor der Tür. Doch wie hat sich diese in den vergangenen Jahren eigentlich verändert? Und welche Art der Arbeitskultur herrscht in unseren Betrieben vor? Antworten darauf bietet der neue steirische Selbständigkeits-Index, eine Umfrage unter 500 Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Das Ergebnis ist, dass Eigenverantwortung in unseren Unternehmen auf dem Vormarsch ist. Gemäß der Umfrage erfordert bereits mehr als jeder zweite Job (59 Prozent) unternehmerisches Denken und Handeln, 84 Prozent der Chefs fordern und fördern dies gezielt. Nicht so das Schulsystem, wo diesbezüglich große Mängel geortet werden.

Selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten im Beruf wird generell als sehr wichtig eingestuft. 63 Prozent der Unternehmer und 43 Prozent der Arbeitnehmer vergeben hier auf einer zehnteiligen Skala (1 = gar nicht wichtig; 10 = sehr wichtig) die oberste Note 10 – die Durchschnittswerte betragen 9,1 (Arbeitgeber) und 8,4 (Arbeitnehmer). Verbesserungsbedarf orten beide Seiten aber noch bei der gesellschaftlichen Verankerung des unternehmerischen Denkens und in der schulischen Förderung von Eigenverantwortung. Hier fordern Herk und Dernoscheg einen klaren Kurswechsel: „Wir fordern mehr unternehmerisches Denken an unseren Schulen. Konkret schlagen wir Praktika für Lehrer in Unternehmen vor, weiters eine Ausweitung des Wirtschaftsunterrichts und eine nochmalige Forcierung der Berufsorientierung, vor allem im Bereich der Gymnasien.“ Denn, so Herk und Dernoscheg weiter: „Selbständigkeit und Eigenverantwortung sind die zentralen Eigenschaften der Zukunft, die wir noch stärker vermitteln müssen.“

Foto: Fischer