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„Trotz steigender Unsicherheit darf die steirische Konjunkturentwicklung als stabil bezeichnet werden“, betonen WKO Steiermark-Präsident Josef Herk (r.) und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.

Stabile Entwicklung bei steigender Unsicherheit

Graz, 13. Dezember 2019 – Mit einem Saldo von +13,9 Prozentpunkten bleibt das steirische Wirtschaftsklima auch zu Jahresende klar im positiven Bereich. Allerdings: Die Detailwerte fallen schwächer aus als zuletzt. Umsatz, Auftragslage, Preisniveau und Beschäftigung kommen im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark auf einem niedrigeren Wert zu liegen als in der Frühjahrs-umfrage. Ausnahme ist hier lediglich der Bereich der Investitionen, wo die Trendpfeile nach oben zeigen. „Wichtig ist, dass der Großteil der Salden nach wie vor deutlich positiv ist. Von einem Konjunktureinbruch oder gar einer Rezession kann also keine Rede sein“, betonen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Man müsse die Signale aber natürlich ernst nehmen: „Wir brauchen wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen und klare Spielregeln für einen fairen Wettbewerb.“

Die steirische Konjunktur präsentiert sich zu Jahresende weiterhin robust, wenngleich sich die allgemeine Wirtschaftsdynamik weiter abgeschwächt hat – das zeigen die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsbarometers der WKO Steiermark. Demnach schätzen die Unternehmer den Großteil der abgefragten Parameter erneut positiv ein, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau als zuletzt. Im Detail: Beim bisherigen Umsatz beträgt der Positivsaldo +38 Prozentpunkte (Frühjahr 2019: +49,7), bei der Auftragslage +40,3 Prozentpunkte (+41,7), beim Preisniveau +34,7 Prozentpunkte (+45,8), bei den Investitionen +33,6 Prozentpunkte (+30,9) und bei der Beschäftigung +28,6 Prozentpunkte (+38,7). „Alles in allem sind das nach wie vor solide Konjunkturdaten“, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Das spiegelt auch das allgemeinen Wirtschaftsklima wider: Dieses bleibt mit +13,9 Prozentpunkten (+14,4) vergleichsweise stabil und vor allem positiv, wenn auch der Ausblick mit -22 Prozentpunkten deutlich schlechter ausfällt als beim letzten Barometer.

Damit die steigende Unsicherheit mittel- und langfristig keine konjunkturelle Vollbremsung auslöst, brauche es Entlastung und Reformen. Besonders wichtig sind Herk und Dernoscheg dabei die Umsetzung der eigentlich schon beschlossenen Steuerreform sowie die Schaffung fairer Rahmenbedingungen im digitalen Wettbewerb und Maßnahmen wider den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Foto: Fischer

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